Warum Gedichte schreiben?!
Eine gute Frage; doch leicht zu beantworten!
Die ersten Gedichte sind eher aus Zufall entstanden, weil ich Stimmungen und Gef�hle
in mir hatte, die ich ausdr�cken wollte. Und das Spielen mit Worten schien mir ein
m�glicher Weg zu sein.
Mitte 1999 habe ich angefangen, regelm��ig Gedichte zu schreiben. Ich steckte in einer
Beziehungskrise und merkte, da� mir das Schreiben gut tut. Denn mit dem Schreiben
ordnete ich meine Gedanken und betrachtete ein �Problem�, welches ich in ein Gedicht
fassen wollte, aus allen m�glichen und m�glichen Perspektiven.
Das Schreiben von Gedichten ist dem Planen und Bauen eines Hauses oder der Entwicklung
von Software durchaus vergleichbar. Beides ist ein Akt der Kreativit�t, verbunden
mit dem Willen, etwas Neues zu schaffen. Etwas, was es in dieser Form noch nicht gab.
In beiden F�llen mu� man ein Problem/eine Aufgabenstellung analysiert und verstanden
haben, wenn am Ende etwas Sinnvolles stehen soll.
F�r mich hatte dies zwei gro�e Vorteile: Erstens erschlossen
sich durch den Denkproze� f�r mich neue M�glichkeiten mit dem �Problem� umzugehen
und zweitens hatte ich das Problem anschlie�end aus dem Kopf. Praktisch, oder?!
Hinzu kommt, da� man ein Gedicht jederzeit wieder hervorholen kann, um es erneut zu
betrachten und zu pr�fen, ob es vielleicht neue Erkenntnisse zum behandelten �Problemkreis�
gibt.
Die vorliegende Sammlung umfasst eine Entwicklung von etwas mehr als vier Jahren.
In dieser Zeit hat sich nicht nur mein �Stil� entwickelt/ver�ndert, sondern auch Teile
meiner Pers�nlichkeit.
Nicht alle Gedichte drehen sich um mich oder meine "Probleme�. Jedoch spiegeln alle
Gedichte meine Sichtweise auf das Problem bzw. zum Thema wieder. Ob diese Sichtweise
immer richtig war oder ist, sei dahingestellt. Aber egal wie sie ist, diese Sichtweise
kann einem Menschen, der sich mit ihr auseinandersetzt, neue Eindr�cke und Erkenntnisse
vermitteln.
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